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Bildschirmarbeitsplätze und Ergonomie

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Bildschirmarbeitsplätze und Ergonomie für gesundes Arbeiten im Büro

Computerarbeitsplätze und Ergonomie in Büros

Computerarbeitsplätze gehören zur zentralen Infrastruktur moderner Büros. Ihre Gestaltung beeinflusst die Gesundheit, den Komfort und die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten ebenso wie die Zuverlässigkeit betrieblicher Abläufe. Das Facility Management stellt sicher, dass Mobiliar, technische Ausstattung, Beleuchtung, Stromversorgung und Arbeitsplatzorganisation als funktionierendes Gesamtsystem geplant, betrieben und kontinuierlich verbessert werden.

Bildschirmarbeitsplätze ergonomisch gestalten

Definition und Zweck

Ergonomie bezeichnet die Anpassung von Arbeitsaufgaben, Arbeitsmitteln, räumlichen Bedingungen und organisatorischen Abläufen an die Fähigkeiten, Körpermaße und Bedürfnisse der Nutzer. Im Büro umfasst sie nicht nur Tisch und Stuhl, sondern auch Bildschirm, Eingabegeräte, Beleuchtung, Software, Arbeitsorganisation und Bewegungsmöglichkeiten.

Das Ziel einer ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung besteht darin, vermeidbare körperliche und visuelle Belastungen zu reduzieren. Beschäftigte sollen ihre Aufgaben ausführen können, ohne sich dauerhaft nach vorne beugen, verdrehen, überstrecken oder in einer starren Haltung arbeiten zu müssen. Arbeitsmittel müssen erreichbar, verständlich bedienbar und an unterschiedliche Nutzer anpassbar sein.

Komfort und Produktivität stehen dabei in einem engen praktischen Zusammenhang. Ein gut eingerichteter Arbeitsplatz reduziert unnötige Unterbrechungen durch Blendung, schlecht lesbare Inhalte, unpassende Sitzhöhen oder schwer erreichbare Geräte. Ergonomie allein garantiert keine höhere Leistung, schafft jedoch verlässliche Bedingungen für konzentriertes, sicheres und effizientes Arbeiten.

Ergonomische Grundsätze für Büroarbeit

Anpassung des Arbeitsplatzes an den Nutzer: Der Nutzer sollte nicht gezwungen sein, sich an unveränderliche Möbel oder ungünstig angeordnete Technik anzupassen. Sitzhöhe, Arbeitsflächenhöhe, Bildschirmposition und Eingabegeräte müssen auf Körpergröße, Sehvermögen, Händigkeit und Arbeitsaufgabe abgestimmt werden können.

Förderung neutraler Körperhaltungen: Kopf und Rumpf sollten weitgehend gerade ausgerichtet sein. Die Schultern bleiben entspannt, die Oberarme befinden sich nahe am Körper und die Handgelenke möglichst in Verlängerung der Unterarme. Neutral bedeutet nicht starr. Die Haltung soll regelmäßig verändert werden können.

Reduzierung körperlicher Belastung: Häufiges Greifen, einseitiges Drehen, langes Vorbeugen und dauerhafte Muskelanspannung sind zu vermeiden. Häufig verwendete Arbeitsmittel gehören in den direkten Greifraum. Die Arbeitsplatzanordnung sollte außerdem einen Wechsel zwischen verschiedenen Tätigkeiten und Körperhaltungen ermöglichen.

Unterstützung von Effizienz und Nutzerkomfort: Eine klare, geordnete Arbeitsfläche, gut lesbare Bildschirminhalte und zuverlässig funktionierende Technik verkürzen Such- und Rüstzeiten. Ergonomische Lösungen müssen einfach einstellbar sein, da selbst hochwertige Ausstattung wenig Wirkung hat, wenn Beschäftigte ihre Funktionen nicht verstehen oder nicht nutzen.

Ergonomische Komponenten eines Computerarbeitsplatzes

Arbeitsplatzkomponente

Ergonomische Anforderung

Beabsichtigter Nutzen

Arbeitstisch

Ausreichende Breite und Tiefe, stabile und reflexionsarme Oberfläche, freier Beinraum sowie eine zur Nutzung passende Arbeitshöhe; bei wechselnden Nutzern bevorzugt leicht höhenverstellbar

Bequeme Arbeitsposition, ausreichende Bewegungsfreiheit und sichere Anordnung der Arbeitsmittel

Bürostuhl

Einstellbare Sitzhöhe, geeignete Sitztiefe, unterstützende und neigbare Rückenlehne, stabile Basis sowie bei Bedarf einstellbare Armauflagen

Unterstützung von Rücken und Becken sowie Wechsel zwischen unterschiedlichen Sitzpositionen

Bildschirm

Anpassbare Höhe und Neigung, geeigneter Sehabstand, gute Lesbarkeit, reflexionsarme Oberfläche und zur Arbeitsaufgabe passende Größe

Verringerung von Nackenbelastung, ungünstiger Kopfhaltung, Blendung und visueller Ermüdung

Tastatur und Maus

Getrennt vom Bildschirm positionierbar, gut erreichbar, möglichst flach und ohne seitliches oder weites Greifen bedienbar

Reduzierung der Belastung von Schultern, Armen, Händen und Handgelenken

Fußstütze

Nur einsetzen, wenn die Füße nach korrekter Einstellung von Stuhl und Arbeitsfläche nicht vollständig auf dem Boden stehen können; ausreichend groß, stabil und einstellbar

Stabilisierung der Sitzhaltung und Verbesserung des Komforts für Beine und Füße

Die genannten Anforderungen bilden eine Grundausstattung. Eine abschließende Bewertung muss immer die tatsächliche Tätigkeit, die Nutzungsdauer, die Körpermaße des Beschäftigten und besondere Anforderungen wie Sehbeeinträchtigungen oder eingeschränkte Beweglichkeit berücksichtigen.

Bildschirmpositionierung

Sehabstand: Als praktischer Ausgangspunkt eignet sich bei üblichen Bürobildschirmen häufig ein Abstand von etwa 50 bis 80 Zentimetern. Größere Bildschirme oder Bildschirmkombinationen können einen größeren Abstand erfordern. Entscheidend ist, dass alle regelmäßig benötigten Inhalte ohne Vorbeugen und ohne übermäßige Kopfbewegungen gelesen werden können. Zu kleine Schrift sollte vergrößert werden, anstatt den Bildschirm dauerhaft näher heranzuziehen.

Bildschirmhöhe: Die oberste regelmäßig genutzte Bildschirmzeile sollte sich etwa auf Augenhöhe oder etwas darunter befinden. Die Blickrichtung fällt dadurch leicht nach unten. Als Orientierung kann eine Blicklinie von ungefähr 30 bis 35 Grad unterhalb der Horizontalen zur Bildschirmmitte dienen. Bei Personen mit Mehrstärken- oder Bildschirmbrillen kann eine niedrigere oder anders geneigte Position erforderlich sein.

Blickwinkel: Der Bildschirm sollte so geneigt werden, dass die Blicklinie möglichst annähernd rechtwinklig auf die Bildschirmoberfläche trifft. Der Nutzer darf weder den Kopf in den Nacken legen noch dauerhaft nach vorne beugen müssen. Spiegelungen von Fenstern, Leuchten oder hellen Flächen sind durch Standort, Neigung und Blendschutz zu vermeiden.

Bei einem überwiegend genutzten Bildschirm wird dieser mittig vor dem Nutzer aufgestellt. Werden zwei Bildschirme gleichwertig verwendet, sollte sich die Mitte zwischen beiden Geräten vor dem Nutzer befinden. Bei unterschiedlicher Nutzung gehört der Hauptbildschirm in die zentrale Position. Für längeres Arbeiten mit einem Notebook sind grundsätzlich eine separate Tastatur und Maus sowie ein erhöhter oder zusätzlicher Bildschirm vorzusehen.

Arbeitshaltung

Eine geeignete Referenzhaltung beginnt mit dem vollständig genutzten Sitz und dem Kontakt zur Rückenlehne. Der Rumpf ist aufrecht oder leicht zurückgelehnt, während die Lendenwirbelsäule unterstützt wird. Kopf und Nacken bleiben in einer natürlichen Verlängerung des Rumpfes.

Die Schultern sollten entspannt sein. Die Oberarme befinden sich nahe am Körper, die Ellenbogen bilden ungefähr einen rechten oder etwas größeren Winkel. Unterarme können locker auf der Arbeitsfläche oder auf geeigneten Armauflagen ruhen. Tastatur und Maus werden so positioniert, dass Hände und Handgelenke nicht dauerhaft nach oben, unten oder seitlich abgeknickt sind.

Die Oberschenkel liegen ausreichend auf der Sitzfläche auf, ohne dass die Kniekehlen durch die Vorderkante belastet werden. Knie- und Hüftwinkel betragen ungefähr 90 Grad oder etwas mehr. Beide Füße stehen vollständig auf dem Boden. Ist dies bei korrekt eingestellter Arbeitshöhe nicht möglich, wird eine geeignete Fußstütze verwendet.

Diese Haltung ist ein Ausgangspunkt für die Einstellung des Arbeitsplatzes und keine Position, die über Stunden unverändert gehalten werden sollte. Dynamisches Sitzen, kurze Positionswechsel und zeitweises Arbeiten im Stehen verteilen Belastungen auf unterschiedliche Körperbereiche.

Einstellbarkeit des Arbeitsplatzes

Die Einstellung sollte in einer festen Reihenfolge erfolgen: zuerst der Stuhl, anschließend die Arbeitsflächenhöhe, danach Bildschirm, Tastatur und Maus sowie zuletzt Zubehör und Beleuchtung. Dadurch wird vermieden, dass eine falsche Grundeinstellung durch nachträgliche Hilfsmittel ausgeglichen wird.

Bei persönlich zugeordneten Arbeitsplätzen können Einstellungen auf den jeweiligen Nutzer abgestimmt bleiben. An Desk-Sharing-Arbeitsplätzen müssen Stuhl, Tisch und Bildschirmhalterung dagegen schnell, verständlich und ohne Werkzeug einstellbar sein. Kurzanleitungen am Arbeitsplatz unterstützen einen korrekten Neustart bei jeder Nutzung.

Die Ausstattung muss unterschiedliche Tätigkeiten ermöglichen. Für konzentrierte Texteingabe sind andere Anordnungen erforderlich als für Besprechungen, technische Zeichnungen oder den häufigen Wechsel zwischen Papierunterlagen und Bildschirm. Dokumentenhalter, zusätzliche Monitore oder alternative Eingabegeräte sind nach dem tatsächlichen Bedarf bereitzustellen.

Unterschiedliche Körpergrößen, Linkshändigkeit, Sehbedürfnisse, Mobilitätseinschränkungen und individuelle Hilfsmittel müssen bereits bei Planung und Beschaffung berücksichtigt werden. Standardisierung ist sinnvoll, darf aber notwendige Anpassungen und angemessene barrierefreie Lösungen nicht verhindern.

Körperliche Gesundheitsaspekte: Muskel-Skelett-Gesundheit

Vorbeugung von Rückenbeschwerden: Die Rückenlehne muss den unteren und mittleren Rücken unterstützen und den Wechsel zwischen verschiedenen Sitzpositionen ermöglichen. Die Sitztiefe sollte ausreichend Oberschenkelauflage bieten, ohne Druck in den Kniekehlen zu erzeugen. Unter dem Tisch dürfen keine Kartons, Rechner oder Kabelbündel den Beinraum einschränken.

Reduzierung von Nacken- und Schulterbelastungen: Bildschirm und häufig genutzte Unterlagen sind so anzuordnen, dass wiederholtes Drehen oder dauerhaftes Absenken des Kopfes vermieden wird. Ein Dokumentenhalter kann Papierunterlagen nahe am Bildschirm positionieren. Bei häufigen oder längeren Telefonaten ist ein Headset geeigneter als das Einklemmen eines Telefons zwischen Kopf und Schulter.

Umgang mit Belastungen von Hand und Handgelenk: Tastatur und Maus gehören unmittelbar in den Greifraum. Die Maus sollte direkt neben der Tastatur liegen und ohne angehobene Schulter bedient werden können. Eine kompakte Tastatur kann den seitlichen Greifweg zur Maus verkürzen, sofern ein separater Ziffernblock nicht regelmäßig benötigt wird. Zeigergeschwindigkeit, Tastaturkürzel und alternative Eingabegeräte können repetitive Bewegungen reduzieren.

Bedeutung der Haltungsunterstützung: Beschäftigte sollten nicht lediglich aufgefordert werden, „gerade zu sitzen“. Der Arbeitsplatz muss eine geeignete Haltung technisch ermöglichen. Wiederkehrende Schmerzen, Taubheitsgefühle oder Bewegungseinschränkungen sind frühzeitig zu melden und fachlich zu beurteilen. Facility Management nimmt dabei keine medizinische Diagnose vor, sondern koordiniert Arbeitsplatzmaßnahmen mit Arbeitsschutz, Betriebsmedizin oder anderen zuständigen Stellen.

Bewegung und Aktivität

Keine Sitz- oder Stehhaltung sollte über einen langen Zeitraum unverändert beibehalten werden. Beschäftigte sollten zwischen vorderer, mittlerer und zurückgelehnter Sitzposition wechseln und verfügbare Stehmöglichkeiten sinnvoll nutzen. Ein höhenverstellbarer Tisch ist vor allem dann wirksam, wenn er tatsächlich für regelmäßige Haltungswechsel eingesetzt wird.

Kurze Bewegungsphasen fördern die Mobilität und unterbrechen statische Muskelarbeit. Geeignet sind beispielsweise kurze Gehwege, leichte Mobilisationsübungen, Telefonate im Stehen oder der bewusste Wechsel zu einer bildschirmfreien Aufgabe. Mehrere kurze Erholungs- und Bewegungsphasen sind in der Regel zweckmäßiger als wenige lange Unterbrechungen.

Facility Management kann Bewegung durch freie Verkehrswege, geeignete Besprechungszonen, zentral angeordnete Gemeinschaftseinrichtungen und leicht bedienbare Sitz-Steh-Arbeitsplätze unterstützen. Dauerhaftes Stehen ist jedoch kein Ersatz für Bewegung und kann ebenfalls Beschwerden verursachen. Entscheidend ist der regelmäßige Wechsel.

Visuelle Gesundheit und Bildschirmnutzung: Augenkomfort bei Bildschirmarbeit

Lange Bildschirmphasen können mit trockenen oder gereizten Augen, Kopfschmerzen, verschwommener Sicht und Schwierigkeiten beim Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht verbunden sein. Solche Beschwerden können durch unzureichende Lesbarkeit, Blendung, zu kleine Zeichen, ungünstige Abstände oder eine nicht passende Sehhilfe verstärkt werden.

Text und Grafiken müssen scharf, stabil und ausreichend groß dargestellt werden. Der Bildschirm sollte in seiner geeigneten Auflösung betrieben werden, während Schriftgröße und Skalierung an Sehabstand und Sehvermögen angepasst werden. Helligkeit und Kontrast sind so einzustellen, dass der Bildschirm weder deutlich heller noch deutlich dunkler als seine unmittelbare Umgebung wirkt.

Reflexionsarme Displays, saubere Bildschirmoberflächen und eine flimmerfreie Darstellung unterstützen den Sehkomfort. Beschäftigte sollten den Blick regelmäßig vom Bildschirm lösen, entfernte Objekte betrachten und bewusst blinzeln. Personen mit anhaltenden Sehbeschwerden oder Schwierigkeiten mit ihrer Brille benötigen eine fachliche Überprüfung, da eine gewöhnliche Lesebrille nicht automatisch für den größeren Bildschirmabstand geeignet ist.

Lichtverhältnisse

Tageslicht und künstliche Beleuchtung müssen gemeinsam geplant werden. Tageslicht unterstützt eine angenehme Arbeitsumgebung, verändert sich jedoch je nach Tageszeit, Wetter und Jahreszeit. Eine ausschließlich vom Tageslicht abhängige Beleuchtung ist daher für dauerhaft genutzte Arbeitsplätze nicht ausreichend.

Bildschirme sollten möglichst seitlich zu Fensterflächen angeordnet werden. Eine Blickrichtung direkt auf ein helles Fenster erzeugt hohe Helligkeitsunterschiede, während ein Fenster hinter dem Nutzer Spiegelungen auf dem Bildschirm verursachen kann. Verstellbare Jalousien, Rollos oder andere Blendschutzsysteme müssen eine situationsgerechte Regulierung ermöglichen.

Die künstliche Beleuchtung soll Arbeitsfläche, Unterlagen und Umgebung ausreichend erhellen, ohne direkte oder indirekte Blendung zu erzeugen. Arbeitsplatzleuchten sind so aufzustellen, dass sie Papierunterlagen beleuchten, aber nicht auf dem Display reflektieren. Individuell einstellbare Beleuchtung ist besonders sinnvoll, wenn Beschäftigte unterschiedliche Sehbedürfnisse haben.

Facility Management sollte die Beleuchtung nicht nur in unbesetzten Räumen prüfen. Entscheidend ist die tatsächliche Situation aus der Sitz- und Blickposition der Nutzer, einschließlich eingeschalteter Bildschirme, Sonnenschutzsysteme und benachbarter Leuchten.

Wohlbefinden am Arbeitsplatz: Mitarbeiterkomfort

Ein komfortabler Arbeitsplatz reduziert die Zahl kleiner Störungen, die sich über den Arbeitstag summieren. Dazu gehören ein nachrutschender Stuhl, ein wackelnder Monitorarm, störende Kabel, unzureichender Beinraum oder eine nicht regulierbare Leuchte. Solche Mängel beeinträchtigen nicht nur den Komfort, sondern lenken wiederholt von der eigentlichen Tätigkeit ab.

Die Qualität des Arbeitsplatzes beeinflusst, wie Beschäftigte ihre Arbeitsumgebung und die Unterstützung durch die Organisation wahrnehmen. Ergonomische Ausstattung ist nicht der einzige Faktor für Arbeitszufriedenheit, sie ist jedoch ein sichtbarer Bestandteil einer professionell geführten und wertschätzenden Arbeitsumgebung.

Mitarbeiterengagement wird unterstützt, wenn Beschäftigte Anpassungen selbst vornehmen können, ihre Anforderungen berücksichtigt werden und ein klarer Meldeweg für Probleme besteht. Rückmeldungen sollten systematisch ausgewertet und nicht ausschließlich als individuelle Komfortwünsche behandelt werden.

Produktivität und Leistung

Ergonomische Arbeitsplätze unterstützen die Arbeitswirksamkeit, indem sie unnötige Bewegungen, schlecht lesbare Informationen und wiederkehrende technische Anpassungen reduzieren. Häufig genutzte Anwendungen und Geräte können schneller bedient werden, wenn Bildschirmfläche, Eingabegeräte und Arbeitsabläufe sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.

Die Verringerung arbeitsbezogener Beschwerden kann ungeplante Unterbrechungen und Konzentrationsverluste reduzieren. Gleichzeitig verbessert eine zuverlässige technische Infrastruktur die Verfügbarkeit des Arbeitsplatzes. Ergonomie, Technik und Instandhaltung müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.

Anhaltende Konzentration wird durch lesbare Bildschirme, geeignete Beleuchtung, ausreichende Bewegungsmöglichkeiten und eine störungsarme Umgebung unterstützt. Die Wirkung sollte nicht nur anhand der Arbeitsmenge bewertet werden. Auch Qualität, Fehlerhäufigkeit, Beschwerden, Störungsmeldungen und Arbeitsplatzverfügbarkeit sind wichtige Leistungsindikatoren.

Gesunde Praktiken bei der Bildschirmarbeit

Praxis

Zweck

Regelmäßige Haltungsanpassungen

Verteilung der körperlichen Belastung und Vermeidung lang anhaltender statischer Positionen

Kurze Bewegungsunterbrechungen

Unterstützung von Mobilität, Kreislauf, Konzentration und visuellem Belastungswechsel

Korrekte Bildschirmpositionierung

Verbesserung der Lesbarkeit sowie Reduzierung ungünstiger Kopfhaltungen und störender Reflexionen

Organisierte Arbeitsplatzgestaltung

Verringerung unnötiger Greifwege, schnellere Arbeitsabläufe und sichere Führung von Unterlagen und Kabeln

Technologie am Computerarbeitsplatz: Grundausstattung

Desktop- und Laptop-Arbeitsplätze: Die Auswahl richtet sich nach Rechenleistung, Sicherheitsanforderungen, Mobilität und den verwendeten Anwendungen. Desktop-Systeme eignen sich für dauerhaft eingerichtete Arbeitsplätze mit stabilen Leistungsanforderungen. Laptops unterstützen mobiles und hybrides Arbeiten, sollten bei längerer ortsfester Nutzung jedoch mit externer Peripherie betrieben werden.

Bildschirme und Anzeigegeräte: Größe, Auflösung, Seitenverhältnis und Anzahl der Bildschirme sind aus der Arbeitsaufgabe abzuleiten. Beschäftigte, die regelmäßig mehrere Anwendungen vergleichen, können von zwei Bildschirmen oder einem ausreichend großen Breitbildschirm profitieren. Für einfache Standardaufgaben ist eine größere Bildschirmzahl nicht automatisch zweckmäßig. Höhenverstellung, Neigbarkeit, matte Oberflächen und gute Darstellungsqualität gehören zu den grundlegenden Auswahlkriterien.

Eingabegeräte: Zur Standardausstattung zählen Tastatur und Maus oder ein anderes geeignetes Zeigegerät. Bei besonderen Aufgaben können Grafikstifte, Trackballs, Touch-Eingaben oder Spracheingabe sinnvoll sein. Die Auswahl muss zur Tätigkeit und zum Nutzer passen. Ein alternatives Gerät ist nicht automatisch ergonomischer, wenn es ungeeignet eingestellt oder ohne ausreichende Einweisung verwendet wird.

Für digitale Besprechungen sind bei Bedarf Kamera, Mikrofon und Headset vorzusehen. Die Geräte müssen so angeordnet sein, dass der Nutzer für Video- oder Audiofunktionen keine dauerhaft ungünstige Körperhaltung einnimmt.

Unterstützendes Zubehör

Dockingstationen: Eine Dockingstation verbindet Laptop, Stromversorgung, Netzwerk, Bildschirme und Peripherie möglichst über einen zentralen Anschluss. Vor der Beschaffung sind Kompatibilität, Ladeleistung, unterstützte Bildschirmanzahl, Auflösung, Netzwerkanschluss und zukünftige Gerätemodelle zu prüfen. Die Station sollte erreichbar sein, ohne wertvolle Arbeitsfläche zu blockieren.

Zusätzliche Bildschirme: Weitere Bildschirme sind dort bereitzustellen, wo Arbeitsabläufe einen regelmäßigen Vergleich von Anwendungen oder umfangreichen Daten erfordern. Bei gleichwertiger Nutzung sollten Größe, Auflösung und Darstellung möglichst ähnlich sein. Monitorarme müssen das Gewicht der Geräte sicher tragen und ihre Position auch nach wiederholter Verstellung halten.

Ergonomische Peripheriegeräte: Dazu zählen Laptopständer, Monitorarme, Kompakttastaturen, geteilte Tastaturen, Vertikalmäuse, Dokumentenhalter, Headsets und geeignete Fußstützen. Solche Hilfsmittel sollten nicht pauschal verteilt werden. Eine Erprobung mit dem Nutzer hilft festzustellen, ob sie die konkrete Belastung tatsächlich reduzieren und ohne neue Probleme bedient werden können.

Infrastrukturanforderungen: Konnektivität

Netzwerkzugang: Jeder Arbeitsplatz benötigt einen zuverlässigen Zugang zu den erforderlichen Geschäftsanwendungen. Kabelgebundene Verbindungen bieten sich für besonders stabile oder datenintensive Prozesse an, während ein leistungsfähiges WLAN flexible Arbeitsplatzmodelle unterstützt. Netzabdeckung und Kapazität müssen anhand der tatsächlichen Belegung und gleichzeitigen Nutzung geplant werden.

Zuverlässige Kommunikationssysteme: Sprach-, Video- und Nachrichtendienste müssen mit den Endgeräten, Headsets und Besprechungssystemen kompatibel sein. Verbindungsabbrüche, schlechte Audioqualität oder komplizierte Anmeldeprozesse beeinträchtigen sowohl Produktivität als auch Nutzerkomfort.

Unterstützung digitaler Arbeitsprozesse: Beschäftigte benötigen sicheren und rechtzeitig eingerichteten Zugriff auf Netzlaufwerke, Cloud-Dienste, Drucksysteme, Kommunikationsplattformen und Fachanwendungen. Facility Management und IT müssen Zuständigkeiten, Servicezeiten und Eskalationswege eindeutig festlegen. Dies gilt besonders für Desk Sharing, Umzüge und die kurzfristige Einrichtung zusätzlicher Arbeitsplätze.

Stromversorgung und Geräteunterstützung

Verfügbarkeit elektrischer Anschlüsse: Arbeitsplätze müssen über genügend fachgerecht installierte Anschlüsse für Rechner, Bildschirme, Dockingstationen und erforderliche Ladegeräte verfügen. Provisorische Verlängerungsleitungen oder mehrfach hintereinandergeschaltete Steckdosenleisten sind keine geeignete Dauerlösung.

Stromverteilung: Die elektrische Last ist bei Planung und Erweiterung zu berücksichtigen. Schutzmaßnahmen, Stromkreise, Überspannungsschutz und gegebenenfalls eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für kritische Funktionen müssen entsprechend den geltenden technischen Vorgaben ausgelegt werden. Änderungen an der festen Elektroinstallation dürfen nur durch qualifizierte Fachkräfte erfolgen.

Zugänglichkeit und Funktionalität: Steckdosen und Anschlüsse sollen erreichbar sein, dürfen aber keine Stolperstellen oder Behinderungen verursachen. Kabel müssen ausreichend lang sein, damit höhenverstellbare Tische ihren gesamten Verstellweg ohne Zugbelastung nutzen können. Beschädigte Stecker, Leitungen oder Netzteile sind sofort außer Betrieb zu nehmen und dem zuständigen Service zu melden.

Arbeitsplatzumgebung zur Unterstützung der Technik

Infrastrukturelement

Funktion

Beleuchtungssysteme

Unterstützung der visuellen Leistung durch ausreichende, blendungsarme und bei Bedarf individuell einstellbare Beleuchtung

Stromversorgung

Sicherer und zuverlässiger Betrieb von Rechnern, Bildschirmen, Ladegeräten und unterstützender Technik

Datenkonnektivität

Zugang zu Geschäftsanwendungen, Kommunikationsdiensten, Drucksystemen und digitalen Arbeitsprozessen

Kabelmanagement

Schutz von Leitungen, Vermeidung von Stolper- und Quetschstellen sowie Verbesserung von Ordnung und Wartungszugang

Integration von Technik und Ergonomie

Ausrichtung der Technik an ergonomischen Anforderungen: Technische Ausstattung darf keine ungünstige Körperhaltung erzwingen. Ein leistungsfähiger Laptop ersetzt beispielsweise nicht die notwendige externe Ausstattung für längere Bildschirmarbeit. Monitorarme, Kabel und Dockingstationen müssen den erforderlichen Einstellbereich unterstützen.

Nutzerfreundliche Arbeitsplatzkonfigurationen: Standardisierte Anschlüsse, eindeutig beschriftete Komponenten, leicht zugängliche Bedienelemente und möglichst einheitliche Arbeitsplatzprofile reduzieren Einrichtungsfehler. An gemeinsam genutzten Arbeitsplätzen sollte der Anschluss eines Laptops ohne umfangreiche Neuverkabelung möglich sein.

Unterstützung effizienter und komfortabler Bildschirmarbeit: Facility Management, IT, Arbeitsschutz, Einkauf und Nutzervertretungen sollten neue Arbeitsplatzlösungen gemeinsam prüfen. Pilotinstallationen ermöglichen es, Ergonomie, Gerätekompatibilität, Wartungszugang und Nutzerfreundlichkeit vor einer breiten Einführung zu bewerten.

Planung und Bereitstellung: Arbeitsplatzstandards

Facility Management entwickelt dokumentierte Anforderungen für verschiedene Arbeitsplatztypen. Ein Arbeitsplatzstandard sollte mindestens Mobiliar, Verstellbereiche, Bildschirmhalterungen, Strom- und Datenanschlüsse, Beleuchtung, Kabelmanagement, Bewegungsflächen und erforderliches Zubehör beschreiben.

Die Anforderungen sind aus den tatsächlichen Tätigkeiten und Risiken abzuleiten. Zusätzlich müssen nationale Arbeitsschutzbestimmungen, Barrierefreiheitsanforderungen, elektrische Vorschriften, IT-Sicherheitsvorgaben und Herstellerhinweise berücksichtigt werden. Leistungs- und Funktionsanforderungen sind bei der Beschaffung wichtiger als die Festlegung auf einzelne Marken.

Ergonomische Prinzipien werden bereits in Planung, Ausschreibung und Bemusterung angewendet. Nachträgliche Korrekturen sind häufig teurer und weniger wirksam als eine geeignete Ausgangsplanung. Nutzer oder Vertreter typischer Nutzergruppen sollten in Pilotierungen einbezogen werden.

Einheitliche Standards erleichtern Betrieb, Wartung und Ersatzteilhaltung. Dennoch müssen definierte Anpassungsoptionen bestehen, beispielsweise für besonders große oder kleine Nutzer, Linkshänder, Menschen mit Behinderungen oder Beschäftigte mit fachlich bestätigtem Unterstützungsbedarf.

Flächen- und Arbeitsplatzzuordnung

Geeignete Arbeitsplätze werden anhand des Tätigkeitsprofils zugewiesen. Zu berücksichtigen sind unter anderem die Dauer der Bildschirmarbeit, die benötigte Technik, Anforderungen an Vertraulichkeit, Konzentration, Zusammenarbeit und Barrierefreiheit.

Bei Desk Sharing muss die verfügbare Ausstattung zur erwarteten Nutzerzahl passen. Buchungssysteme, persönliche Aufbewahrung, Reinigungsprozesse und die Verfügbarkeit erforderlicher Peripheriegeräte sind als zusammenhängender Service zu planen. Ein buchbarer Tisch ohne funktionierende Technik oder passende Sitzmöglichkeit gilt nicht als vollständig verfügbarer Arbeitsplatz.

Facility Management koordiniert Mobiliar, Fläche, technische Anschlüsse, Umzüge und Belegungsänderungen. Dazu gehört auch die rechtzeitige Einrichtung für neue Beschäftigte, Projektteams, externe Nutzer oder temporäre Arbeitsplätze.

Die Zuordnung muss betriebliche Anforderungen unterstützen, ohne die Bewegungsflächen, Verkehrswege oder Wartungszugänge einzuschränken. Belegungsdaten sind regelmäßig mit der tatsächlichen Nutzung abzugleichen, damit Über- oder Unterversorgung erkannt wird.

Ergonomische Bewertung und Überwachung: Arbeitsplatzbewertungen

Arbeitsplätze sollten vor der Erstnutzung, nach wesentlichen Änderungen und in angemessenen Abständen bewertet werden. Eine zusätzliche Prüfung ist erforderlich, wenn Beschäftigte Beschwerden melden, neue Aufgaben übernehmen oder neue Technik erhalten.

Die Bewertung umfasst Nutzer, Arbeitsaufgabe, Nutzungsdauer, Mobiliar, Bildschirm, Eingabegeräte, Beleuchtung, Platzverhältnisse, Kabel und organisatorische Bedingungen. Entscheidend ist nicht nur, ob ein geeignetes Produkt vorhanden ist, sondern ob es richtig eingestellt und im tatsächlichen Arbeitsablauf sinnvoll genutzt wird.

Standardisierte Checklisten erleichtern die Dokumentation. Bei komplexen Fällen reicht eine reine Selbstauskunft jedoch nicht aus. Beobachtung, Gespräch mit dem Nutzer und gegebenenfalls die Einbindung von Arbeitsschutz, Betriebsmedizin oder einer ergonomischen Fachkraft sind erforderlich.

Festgestellte Risiken werden nach Dringlichkeit bewertet. Unmittelbare Sicherheitsmängel, etwa instabile Möbel oder beschädigte Stromleitungen, müssen sofort behandelt werden. Ergonomische Abweichungen werden mit Verantwortlichkeit, Maßnahme und Termin in einem nachvollziehbaren Maßnahmenplan erfasst.

Korrekturmaßnahmen

Einfache Probleme können häufig durch die richtige Einstellung von Stuhl, Tisch, Bildschirm oder Eingabegeräten behoben werden. Die Einstellung sollte gemeinsam mit dem Nutzer durchgeführt und anschließend im normalen Arbeitsablauf überprüft werden.

Reicht eine Anpassung nicht aus, können Monitorarme, andere Eingabegeräte, eine Fußstütze, ein Dokumentenhalter, eine veränderte Beleuchtung oder der Austausch ungeeigneter Möbel erforderlich sein. Technische oder gestalterische Lösungen sind einer dauerhaften Aufforderung zu ungünstigem Ausgleichsverhalten vorzuziehen.

Korrekturmaßnahmen benötigen einen eindeutig benannten Verantwortlichen und einen Umsetzungstermin. Nach Abschluss ist zu prüfen, ob das Problem tatsächlich behoben wurde und keine neue Belastung entstanden ist.

Anhaltende gesundheitliche Beschwerden werden an die zuständige arbeitsmedizinische oder gesundheitliche Fachstelle weitergeleitet. Facility Management behandelt die Arbeitsplatzbedingungen und verwaltet keine medizinischen Diagnosen. Personenbezogene Gesundheitsinformationen sind entsprechend den geltenden Datenschutzanforderungen zu schützen.

Instandhaltung und betriebliche Unterstützung: Instandhaltung von Mobiliar und Geräten

Arbeitsplatzausstattung ist regelmäßig auf Sicherheit und Funktion zu kontrollieren. Dazu gehören Tischgestelle und Verstellmechanismen, Stuhlrollen, Gasfedern, Rückenlehnen, Armauflagen, Monitorarme, Befestigungen, Kabelkanäle und zugängliche elektrische Komponenten.

Mängel wie ein absinkender Tisch, ein nicht arretierbarer Stuhl oder ein nachgebender Monitorarm beeinträchtigen die ergonomische Funktion. Defekte Gegenstände sind zu kennzeichnen, bei Sicherheitsrisiken außer Betrieb zu nehmen und zeitnah zu reparieren oder zu ersetzen.

Wartungsintervalle richten sich nach Risiko, Nutzungsintensität, Herstellerangaben und bisherigen Störungsdaten. Häufig genutzte Desk-Sharing-Bereiche können kürzere Prüfintervalle erfordern als persönlich zugeordnete Einzelarbeitsplätze.

Ein aktuelles Anlagen- und Inventarverzeichnis unterstützt Lebenszyklusplanung, Ersatzteilhaltung, Garantieabwicklung und Budgetierung. Bei der Ersatzbeschaffung sind nicht nur Anschaffungskosten, sondern auch Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Energieverbrauch und Kompatibilität zu berücksichtigen.

Technologiekoordination

Facility Management und IT benötigen eine klare Aufgabenverteilung. Facility Management verantwortet typischerweise Fläche, Mobiliar, Beleuchtung, Stromversorgung, physische Kabelwege und Wartungszugänge. IT betreut Endgeräte, Netzwerkdienste, Software, Informationssicherheit und technische Benutzerkonten.

Bei Umzügen, Arbeitsplatzänderungen oder neuen Geräten sind beide Bereiche frühzeitig einzubeziehen. Ein Tisch kann erst als betriebsbereit freigegeben werden, wenn sowohl die physische Ausstattung als auch Netzwerk, Stromversorgung und Endgeräte funktionieren.

Störungsmeldungen müssen eindeutig an die zuständige Stelle weitergeleitet werden. Für den Nutzer sollte dennoch ein einfacher Meldeweg bestehen, auch wenn die interne Bearbeitung mehrere Fachbereiche betrifft.

Facility Management dokumentiert technologische Anforderungen für Flächenplanung und Beschaffung. Dazu gehören Anschlussmengen, Kabelwege, Wärmeentwicklung, Gerätegrößen, Wartungsflächen und Anforderungen zukünftiger Arbeitsplatzmodelle.

Mitarbeiteranleitung und Unterstützung: Ergonomiebewusstsein

Beschäftigte benötigen eine praktische Einweisung in die Einstellung ihres Arbeitsplatzes. Eine geeignete Reihenfolge lautet:

  • Sitzhöhe, Sitztiefe und Rückenlehne einstellen.

  • Arbeitsfläche auf Ellenbogenhöhe abstimmen.

  • Bildschirm in geeigneter Höhe und Entfernung positionieren.

  • Tastatur und Maus nah am Körper anordnen.

  • Füße vollständig abstützen und Beinraum freihalten.

  • Beleuchtung und Blendschutz an die aktuelle Situation anpassen.

Die Unterweisung sollte bei der Einführung neuer Beschäftigter, bei Arbeitsplatzwechseln und nach wesentlichen Änderungen wiederholt werden. Kurze visuelle Anleitungen oder digitale Hilfen sind an gemeinsam genutzten Arbeitsplätzen besonders nützlich.

Gesunde Bildschirmarbeit umfasst auch regelmäßige Haltungswechsel, kurze Bewegungsphasen und den Wechsel zu bildschirmfreien Tätigkeiten. Führungskräfte sollten solche Arbeitsweisen organisatorisch ermöglichen und nicht durch eine ununterbrochene Terminplanung behindern.

Beschäftigte müssen wissen, wie sie Anpassungen selbst vornehmen und wann sie Unterstützung anfordern sollen. Eine Einweisung ersetzt nicht die Bereitstellung geeigneter und funktionsfähiger Arbeitsmittel.

Arbeitsplatzunterstützung

Für ergonomische, technische und instandhaltungsbezogene Anliegen sollte ein klarer Meldekanal bestehen. Die interne Weiterleitung kann über ein Service-Management-System erfolgen, ohne dass der Nutzer zwischen FM, IT und Arbeitsschutz unterscheiden muss.

Meldungen werden nach Sicherheitsrisiko, Funktionsausfall und gesundheitlicher Relevanz priorisiert. Sofortige Gefahren, etwa lose elektrische Leitungen oder instabile Möbel, erfordern eine unmittelbare Absicherung. Komfort- und Anpassungsanliegen erhalten einen nachvollziehbaren Bearbeitungsstatus und einen realistischen Termin.

Nutzerunterstützung kann eine kurze Beratung, eine Vor-Ort-Einstellung, die Bereitstellung von Zubehör oder eine umfassendere ergonomische Bewertung umfassen. Die Maßnahme richtet sich nach Ursache und Komplexität des Problems.

Für die kontinuierliche Verbesserung können anonymisierte Daten aus Störungsmeldungen, Arbeitsplatzbewertungen, Nutzerbefragungen und Wartungsberichten ausgewertet werden. Wiederkehrende Probleme weisen häufig auf Schwächen im Standard, in der Beschaffung, in der Unterweisung oder im Instandhaltungsprozess hin.

Zusammenfassung der FM-Verantwortlichkeiten

Verantwortungsbereich

Zentrale FM-Aktivitäten

Arbeitsplatzplanung

Entwicklung von Standards sowie Bereitstellung geeigneter, einstellbarer und barrierearm nutzbarer Arbeitsplätze

Ergonomische Überwachung

Erstbewertungen, regelmäßige Prüfungen, Risikoerkennung, Maßnahmenverfolgung und Wirksamkeitskontrolle

Instandhaltungsmanagement

Inspektion, Reparatur, Ersatz, Inventarführung und Lebenszyklusplanung für Mobiliar und arbeitsplatzbezogene Anlagen

Koordination der Technikunterstützung

Abstimmung von Fläche, Strom, Datenanschlüssen, Endgeräten, Kabelwegen und Servicezuständigkeiten

Mitarbeiterunterstützung

Einweisung, Einstellhilfe, Bearbeitung von Arbeitsplatzproblemen und systematische Nutzung von Rückmeldungen

Vorteile für die Arbeitsplatzleistung

Verbesserter Mitarbeiterkomfort: Integrierte Planung sorgt dafür, dass Möbel, Technik und Umgebung zueinander passen. Beschäftigte müssen Mängel nicht durch ungünstige Haltungen oder provisorische Lösungen ausgleichen.

Verbessertes Wohlbefinden am Arbeitsplatz: Einstellbare Arbeitsplätze, geeignete Bewegungsspielräume und ein verlässlicher Unterstützungsprozess reduzieren vermeidbare Belastungen und stärken das Vertrauen in die Arbeitsumgebung.

Bessere Nutzung von Arbeitsplatzressourcen: Einheitliche, kompatible und gut gewartete Ausstattung erhöht die tatsächliche Verfügbarkeit. Bei Desk Sharing können mehr Beschäftigte unterschiedliche Arbeitsplätze nutzen, ohne auf wesentliche Funktionen verzichten zu müssen.

Unterstützung der betrieblichen Effizienz: Klare Standards, abgestimmte Zuständigkeiten und vorbeugende Wartung reduzieren Ausfallzeiten, wiederholte Einzelbeschaffungen und kostenintensive Nachbesserungen. Gleichzeitig können Umzüge und organisatorische Veränderungen schneller umgesetzt werden.

Beitrag zur Arbeitsplatzqualität

Schwerpunkt

Erwartetes Ergebnis

Ergonomie

Verringerung vermeidbarer körperlicher und visueller Belastungen durch anpassbare Arbeitsmittel und geeignete Arbeitsplatzanordnung

Gesundheit und Wohlbefinden

Höherer Komfort, bessere Bewegungsmöglichkeiten und frühzeitige Bearbeitung arbeitsplatzbezogener Beschwerden

Technische Infrastruktur

Zuverlässige Strom-, Daten- und Geräteversorgung sowie sichere und geordnete Arbeitsplatztechnik

FM-Management

Einheitliche Arbeitsplatzstandards, nachvollziehbare Zuständigkeiten, wirksame Instandhaltung und kontinuierliche Verbesserung